ZUM NETZWERK

17. März 2012

Panorama des Indifferenten. Gerhard Richter in Berlin.

Seine Bilder sind Ikonen der zeitgenössischen Kunst. Er selbst wird als bedeutendster und bekanntester deutscher Maler gefeiert. Was steckt in und hinter den täuschend echten Oberflächen, fragt sich Sven Grünwitzky und blickt für qjubes auf die Kulissen der Berliner Panorama-Ausstellung, die ca. 130 Gemälde und 5 Skulpturen Richters zeigt.

3. Februar 2012

Fenster zum Dunklen. Steven Black in der Galerie Alexandra Saheb.

Unser Autor Sven Grünwitzky besucht die Galerie Alexandra Saheb | Berlin und begegnet dort der lakonischen Malerei von Steven Black. Mit dem Blick aus dem Fenster beginnt ein polyfokales Spiel der Personen, Räume und Bilder. (Ausstellungsverlängerung bis zum 31. März 2012)

25. Januar 2012

Das weiche Fleisch der Margarinen. Über Sonja Alhäuser.

Im Werk von Sonja Alhäuser gehen Zeugung und Verspeisung ihrer Kunstkörper Hand in Hand, solange ihnen keine Kühlvitrine im Weg steht. Unser Autor Sven Grünwitzky folgt ihren Geschöpfen in barocke Abgründe, und versucht hinter das Rezept ihrer Allegorese zu kommen, bis er schließlich ahnt, worin alles endet.




Perspektiven der Bildforschung. Eine Vortragsreihe im Hamburger Bahnhof.

von Sven Grünwitzky | Allgemein

11. April – 07. Juli 2012

Bilder werden bewundert, verehrt und bestraft. Sie werden geschändet, attackiert und zerstört. Sie bluten, weinen und heilen. Sie erzählen Geschichten, und behaupten zu sprechen. Sie wurden totgesagt, und behaupten noch immer lebendig zu sein. (weiterlesen …)


Gallery Weekend Berlin 2012.

von Sven Grünwitzky | Allgemein

Am letzten Aprilwochenende (27.-29. April 2012), während sich traditionsbewußt mehr oder minder gezielt und durchaus mit unterschiedlichsten Absichten auf den ersten Mai vorbereitet, findet auch in diesem Jahr wieder das Gallery Weekend statt. Nach der Auflösung des Art Forum im vergangenen Jahr hat die gebündelte Veranstaltung Berliner Galeristen nun gute Aussichten sich endgültig unangefochten als informelles Substitut der Berliner Kunstmesse zu etablieren. Für Format in sämtlichen Klassen ist gesorgt. Von Arp und Warhol, über Richard Long und , Julian Schnabel und Jenny Holzer, bis zu Douglas Gordon und Rikrit Tiravanija werden internationale bekannte Größen gezeigt. Aber auch einem breiteren Publikum noch weniger bekannte Heimspieler wie beispielsweise Thomas Zipp, Andreas Golder, Armin Boehm oder Alexandra Leykauf wird man zu sehen bekommen. (weiterlesen …)


Panorama des Indifferenten. Gerhard Richter in Berlin.

von Sven Grünwitzky | Ausblick

: 4096 Farben, 1974, 254 x 254 cm, Lackfarbe auf Leinwand | Privatsammlung © Gerhard Richter, 2012

Anlässlich seines achtzigsten Geburtstages ehrt gleich eine ganze Phalanx europäischer Kunstinstitutionen den deutschen Maler Gerhard Richter. In Zusammenarbeit mit der und dem präsentiert die die Retrospektive Gerhard Richter | . Ergänzend zeigt die Alte Nationalgalerie den RAF-Zyklus, während der Me Collectors Room seine umfassende Sammlung an Richter-Editionen zugänglich . (weiterlesen …)


Fenster zum Dunklen. Steven Black in der Galerie Alexandra Saheb.

von Sven Grünwitzky | Ausblick

Zur ” in der | (31.1.-31.3. 2012)

Steven Black: SB 2012.02, Öl auf Leinwand, 110 x 70 cm / Galerie Alexandra Saheb, BerlinSteven Black:  SB 2012.02, Öl auf Leinwand, 110 x 170 cm / Galerie Alexandra Saheb, Berlin

Dicht an dicht hängen die Bilder. Draussen der späte, erste Schnee des Winters. Es ist kalt geworden. Und der aus den großen Scheiben hinaus in den Innenhof verliert sich in der Nacht. Noch wandern nicht allzu viele Besucher durch die hellen Räume. Sie stehen allein, zu zweit, zu dritt. Unterhalten sich, stehen beisammen, schweigen vielleicht. Suchen nach einer Ordnung, nach einem Halt, nach ihrem Platz im Raum. Einige Besucher führen ein zweites auf der Leinwand. Manche vervielfältigen sich sogar in den an den Wänden hängenden Bildinnenräumen. Die Szenen und Sphären durchdringen sich. Messen wir die Welt längst an den Ähnlichkeiten, die sie mit den Bildern hat, wie ein Großmeister der Kunstgeschichte behauptet? (weiterlesen …)


Das weiche Fleisch der Margarinen. Über Sonja Alhäuser.

von Sven Grünwitzky | Betrachtungen

Über und Verspeisung von Kunstkörpern in den Arbeiten von Sonja Alhäuser.

Sonja Alhäuser | Lehnendes Hallo II. (Detailansicht) Ziehmargarine, beleuchtete Kühlvitrine, 37x42x80 cm, 2010. Foto: Fabian Georgi

Ach, sie lieben es davonzufliegen!

In Kühlvitrinen werden sie gelagert: die Butterkörper und Margarinenleiber. Gut, schon beinahe grell ausgeleuchtet hinter Glas. und Das kleine Willkommen sind ihre Namen. Bezaubernd schön in ihrer buttrigen bleibt ihr gehärtetes dem Zugriff und entzogen. Die von Sonja Alhäuser aus dem fettigen Grundnahrungsstoff geformten Geschöpfe sind gefangen in der Blickfalle ihrer Schaukästen. Unbekümmert, teils übermütig und wie trunken von ihrem selbstbezüglichen Spiel toben und tollen sie in barocker Paraphrase durch die Enge der gläsernen Zellen. (weiterlesen …)


Sowohl als auch. Wolf Raskins abstrakte Malerei.

von Emmanuel Mir | Betrachtungen

Vielleicht gibt es nur zwei fundamentale Möglichkeiten, sich einem ungegenständlichen Gemälde zu nähern. Entweder verschmilzt der mit dem Bild und gibt sich voller Lust der Kraft der und der des hin, oder er hält es auf Distanz und versucht, dessen Bestandteile zu identifizieren um dessen Logik zu lüften. Vielleicht führen nur diese zwei Wege zum abstrakten Bild − der empathische und der analytische. Vielleicht entspricht diese sogar zwei grundsätzlichen Arten, ein ungegenständliches Bild zu malen: Intuitiv und gefühlsbetont, dem Instinkt folgend oder planend und zielgerichtet, bedacht, die Gesetzmäßigkeiten der auslotend. (weiterlesen …)


TransPrivacy. Öffentlichkeit und Privatsphäre im digitalen Wandel?

von Philipp Gürtler | Hausmitteilungen

qjubes unterstützt (3. bis 30. Oktober 2011; verlängert bis 20.11.2011)

Am 3. Oktober 2011 startet das -Projekt „TransPrivacy – Öffentlichkeit und Privatsphäre im digitalen Wandel?“ Zu diesem Thema werden einen Monat lang in der von 10 internationalen Künstlern und Künstlergruppen 2500 Kunst-Plakate zu sehen sein. Zu dem Projekt gehört ein parallel laufender Blog, http://transprivacy.com/, in dem für das Projekt gewonnene Autoren, Blogger und Wissenschaftler die Kunst-Plakat-Aktion kommentierend begleiten und eine Diskussion zum Thema anfachen. Flyer und Werbekampagnen in der Stadt flankieren die Aktion. Alle, die sich durch die Kunst, ihr Thema oder den Blog angeregt fühlen, sich argumentativ oder provokativ einzumischen, lädt der und des Projekts, Florian Kuhlmann, in einem „Call for papers“ zur Teilnahme ein. (weiterlesen …)


Jean Pascal Zahn. Die Versuchung liegt hinter den Moden.

von Sven Grünwitzky | Betrachtungen

Jean Pascal Zahn: Julia S., 2001, © Jean Pascal Zahn

Die streng kalkulierten photographischen Arbeiten von Jean Pascal Zahn entstammen dem Umfeld der Modephotographie. Schon längst haben prominente Kollegen von Richard Avedon über Helmut Newton bis zu Wolfgang Tillmanns oder Terry Richardson die engen ästhetischen Grenzen der ausschließlich kommerziellen Werbephotographie souverän gesprengt. Anders aber als der als subkulturelle Subversion getarnte Heroin Look der Neunziger oder den absurd schrillen Extravaganzen eines David La Chapelle, deren Gesten ästhetischer Revolte in den globalen Bränden eines hypermedialen Konsums aufgingen, setzt Zahn in seinen intimen Kammerspielen hinter den Moden ruhende Augenblicke auschnitthaften Erzählens in Szene. (weiterlesen …)


Retroskulptur. Im Modellbaukasten der Abstraktion.

von Sven Grünwitzky | Allgemein Ausblick

Thomas Kiesewetter: Taumel, 2010 Metallblech, Plastik, Stahl, Sprühfarbe 68 x 70 x 75 cm Foto: Jochen Littkemann Courtesy: Contemporary Fine Arts Galerie GmbH Knut Henrik Henriksen: Ohne Titel, 2011 Stahl, Lack 30 x 30 x 15 cm Privatsammlung Courtesy: Sommer & Kohl, Berlin: Taumel, 2010 / Metallblech, Plastik, Stahl, Sprühfarbe, 68 x 70 x 75 cm, © Foto: Jochen Littkemann, Courtesy: Contemporary Fine Arts Galerie GmbH / : Ohne Titel, 2011 /Stahl, Lack, 30 x 30 x 15 cm, Privatsammlung, © Courtesy: Sommer & Kohl,

Fast schon im märkischen Sand, aber noch unter den hohen Kiefern des Grunewalds versammelt das Kolbe-Museum derzeit in den ehemaligen Ateliers des Berliner Bildhauers eine seltene Schau zur in der zeitgenössischen . (weiterlesen …)


Rohkunstbau. Ein Besuch bei der bukolischen Postavantgarde.

von Sven Grünwitzky | Ausblick

Mariana Vassileva: Accelerator, 2011 Lichtobjekt, Stahl, Mikrofon, Bugatti-Motor, Verstärker, Lautsprecher / Lightobject, steel, microphone, loudspeakers, amplifier Größe variabel / dimensions variable Ausstellungsansicht / installation view: Schloss Marquardt / Potsdam Fotograf / photo: Sven Grünwitzky © Mariana Vassileva: Accelerator, 2011 / installation view: / © Mariana Vassileva

Bukolische Szenen sind urbane Gegenprojekte. Draussen an der Sonne, auf dem Land, am See, findet sich der Metropolenmensch schnell unter seinesgleichen wieder, immer auf der Suche nach geeignetem Erholungsraum. Eine feinere Mischung als der alljährlich wiederkehrende sommerliche Trip an den Schlänitzsee bei Potsdam ist da nur schwer vorstellbar. Nunmehr im dritten Jahr schon residiert dort, auf Schloss Marquardt, inmitten eines nach Plänen von entstandenen englischen Gartens, das kleine, aber immer intensive . (weiterlesen …)