ZUM NETZWERK

22. Mai 2013

Bad News aus der Potsdamer! Kristof Kintera bei Jiri Svestka.

Kunstfreaks, Bobos, Yuppies und Prostituierte im Berliner Kunsthotspot Potsdamer Strasse. Der Künstler Kristof Kintera läßt in der Galerie Jiri Svestka Berlin die Puppen tanzen.

14. Mai 2013

Stimmritze und Schreibmaschine. Henri Chopin bei Supportico Lopez.

Ein literarisches Schauband des lettristischen Romans ‘La Crevette amoureuse’ des französischen Lautpoeten Henri Chopin zeigt zur Zeit die Berliner Galerie Supportico Lopez (Ausstellung bis 8. Juni 2013).

13. März 2013

Pius Fox. Das Passe-Partout der Malerei.

In den kleinformatigen Bildern von Pius Fox verhakt sich der Blick zwischen Farbwänden und Tiefenräumen. Auf der Suche nach der Sichtbarkeit des Bildes und einem Durchblick auf die Malerei geht unser Autor Sven Grünwitzky durch das Nadelör der Bildfläche. Arbeiten von Pius Fox sind bis zum 20. April 2013 in der Galerie Martin Mertens zu sehen (Linienstraße 148 / Berlin-Mitte).




Das weiche Fleisch der Margarinen. Über Sonja Alhäuser.

von Sven Grünwitzky | Berlin Kunstblog | Künstler | Essay

Über Zeugung und Verspeisung von Kunstkörpern in den Arbeiten von Sonja Alhäuser.

Sonja Alhäuser | Lehnendes Hallo II. (Detailansicht) Ziehmargarine, beleuchtete Kühlvitrine, 37x42x80 cm, 2010. Foto: Fabian Georgi

Ach, sie lieben es davonzufliegen!

In Kühlvitrinen werden sie gelagert: die Butterkörper und Margarinenleiber. Gut, schon beinahe grell ausgeleuchtet hinter Glas. Lehnendes Hallo und sind ihre Namen. Bezaubernd schön in ihrer buttrigen bleibt ihr gehärtetes Fleisch dem Zugriff und entzogen. Die von Sonja Alhäuser aus dem fettigen Grundnahrungsstoff geformten Geschöpfe sind gefangen in der Blickfalle ihrer Schaukästen. Unbekümmert, teils übermütig und wie trunken von ihrem selbstbezüglichen Spiel toben und tollen sie in barocker Paraphrase durch die Enge der gläsernen Zellen. (weiterlesen …)


Ich habe dich zum Fressen gern. Alles Kannibalen?

von Sven Grünwitzky | Berlin Kunstblog | Ausstellungen Sammlung

Ein Ausstellungsrundgang im Me Collectors Room .

Installationsansicht, Alles Kannibalen, 2011, © , Foto: Jana Ebert 1

Alles Kannibalen? Eine Ausstellung im Me Collectors Room Berlin versucht gegenwärtig dem vielschichtigen Thema der Anthropophagie auf die Spur zu kommen. Die in Zusammenarbeit mit dem Pariser Ausstellungshaus „la maison rouge“  entwickelte Ausstellung war dort zunächst bis zum 15. Mai am Boulevard de la Bastille zu sehen. Nun sind die Kannibalen in Berlin. Und bespielen dort das private - und Sammlerhaus Olbricht, dessen installierte Kunst- und mit Werken der Renaissance- und Barockzeit eine gute Begleiterin gibt. Schließlich formt sich aus den Kuriositäten an den Nahtstellen von Kunst und Natur ein bedeutungsvoller eigener Kosmos aus , Eros, Tod und Vergänglichkeit. (weiterlesen …)


Aufzeichnungen aus dem Friedrichshainer Gehäuse. Zu Besuch bei Falk Nordmann.

von Sven Grünwitzky | Berlin Kunstblog | Künstler | Essay

Ein Besuch im Atelier des Berliner Künstlers Falk Nordmann

Falk Nordmann in seinem Friedrichshainer AtelierFalk Nordmann: kokon 0169

In der Zirkulation der Bilder und Zeichen, im Strom der Texte und Symbole ist kein Anfang in Sicht. In immer neuer weisen sie hin und her und zeigen ihre , aus deren derben Flecken der Umriss kommender wuchert. In der Nähe dieser liegen und Häutung, liegen Gärungsbuchten. Ein wieder und wieder gewendetes Spiel aus Impulsen, Umwegen und Sendungen. In den Hirnrinden und auf dem Papier.

Im Friedrichshainer Atelier schweben Staubpartikel im seidenen Licht der Frühsommersonne. Wir sitzen bequem, die Sessel sind tief. Draussen die schon passierten Wege, die schrägen Schatten. Ich blicke auf den kleinen tuschschwarzen Tisch, an dem die Zeichungen entstehen. Hier ist das Innere des . Die des Zeichners. Kokon nennt sich ein umfangreiches Konvolut von Zeichnungen auf Bütten, angefertigt über Jahre, mittlerweile angewachsen auf weit über Tausend, die sich derzeit in 11 Schachteln zu 111 Zeichungen aufstauen. In ihnen kreist ein heterogener Kosmos aus Bildelementen, ein bewegliches Heer von Bildern und Zeichen, deren dubiose Sinnbezirke nicht immer klar zu kartographieren sind, aus deren Schattennestern und Lichtlachen aber sich Geflechte präzis gefasster Wirklichkeitsabkömmlinge, metaphorische und katastrophische Landschaften, unmögliche, ineinandergekantete Architekturen ausformen. (weiterlesen …)