Hendrik Jackson

nach der Kunst
ist nackte Nacht

(Ein Rückblick auf die Ngorongoro-
Ausstellung / Artist Weekend Berlin)

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ja, ich gestehe, ich bin ein Kunst-Enthusiast, vor allem wenn ich Teil der Kunst werden darf. mich interessiert keine Kunst, die sich vorführt und damit mich als Konsumenten. ich will Anteil haben, ich will nicht nur sie, sondern mich, das Menschentier, verstehen oder vor dem Unverständnis stehen wie Kant vor “gewaltig überhängenden Felsen” oder “dem bestirnten Himmel über mir”. dann habe ich Anteil an ihr, zumindest bilde ich mir das ein: was stark auf mich wirkt, bin ich ja letztlich selbst durch das Kunstwerk hindurch. es spiegelt mich und ich es.

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Hiersein

Verlust des Hierseins.

#002_Hiersein-Diskursformelsetzkasten

Über neue Phänomene oder Epochenwandel wird meist entweder im Modus der Verheißung oder der Verlustklage gesprochen. Sicherlich, erst, wenn etwas verlorengeht, wird es oft richtig wahrgenommen – und: am Neuen ist das Verheißungsvolle das Interessanteste. Oder es macht Angst. Neue Phänomene werden oft einseitig wahrgenommen.

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Neustart:
im Anfang
verfangen.

Notizen eines Enthusiasten.

James Benning, "After Howard", 2013, latex house paint on plywood, 26 x 65,4 cm (© James Benning courtesy neugerriemschneider, Berlin)

die Aufgabe war: besuchen Sie incognito eine Ausstellung. ziehen Sie über Los, starten Sie und ziehen Sie Informationen, aber keine Spesen ein. begeben Sie sich direkt hinab in den Sumpf des Kunstbetriebs, ohne befleckt zu werden. endlich in ein Terrain eintauchen, wo alles neu ist! niemand spricht mit Ihnen, aber alles spricht Ihnen zu. ein […]

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Das
Pförtnerhaus.

Notizen eines Enthusiasten.

Tonne, ehemaliger ADN-Dienstparkplatz, Areal "Fahrbereitschaft", Berlin Lichtenberg © Foto: Hendrik Jackson

Kunst und Pförtnerhaus. ich hatte eine Einladung eines Künstlers bekommen, sich ein bespieltes Pförtnerhaus anzusehen, Bestandteil einer kleinen Ausstellungsreihe. der Ausstellungsort war recht weit weg, in Lichtenberg; man musste mehrfach umsteigen, und je länger ich mit den immer seltener fahrenden Verkehrsmitteln fuhr, desto einsamer wurd es um mich.

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