Bildobjekt

lens-based
sculpture

Die Veränderung der Skulptur
durch die Fotografie.
AdK Berlin, 24. Januar bis 21. April 2014.

Giuseppe Penone: Geometria nelle mani – 4 aprile, 2004 (Detail) 15 Schwarzweißfotografien, jeweils 36,7 x 27,6 cm Konrad Fischer Galerie, Berlin, Foto © Archivio Penone © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Von Zeit zu Zeit gelingt es der Akademie der Künste herausragende Ausstellungen zu intermedialen künstlerischen Praktiken zu konzipieren. Vor einigen Jahren  beschäftigte sie sich in einer eindrucksvollen Ausstellung mit der Notation als Kalkül und Form in den Künsten. Nun präsentiert sie in den Ausstellungsräumen im Hanseatenweg eine konzentrierte Schau zur neueren Geschichte der Skulptur, die […]

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Wohnwabe
als Photomodell.

Hein Spellmann - hybride Stadtplastik.

Hein Spellmann: Fassade 179, 2012

Das Haus ist eine Maschine zum Wohnen. Neunzig Jahre nachdem Le Corbusier mit dem beiläufig erfolgten Begriffsentwurf der Wohnmaschine die funktionelle Neuordnung urbanen (Über-)Lebens umriß, hat sich seine Wortneuschöpfung zu einer Generalmetapher der Ambivalenz städtischer Funktionalisierungsprozesse verselbständigt. Unüberhörbar scheint uns in diesem Zusammenschluß heute das Entmenschlichte der Apparatur auf. Dagegen ist der euphorische Gestus, wachsendem Wohnraumbedarf mit entschiedener Raumeffizienz und der beschleunigten Mobilisierung des Lebens mit gebauten Utopien zu antworten, abgekühlt, wenn nicht erloschen. Irgendwann war die Utopie mobiler Ortlosigkeit in eine Trostlosigkeit realer Immobilien übergegangen. Alexander Mitscherlich hatte mitten im betonwütigen Wiederaufbau der kriegsbedingt bauflächenreichen Bundesrepublik schon 1965 die Unwirtlichkeit unserer Städte beklagt. Und in Bezug auf den industrialisierten Städtebau des sozialistischen Wohnungsbauprogramms – kurz der Platte – sprach Heiner Müller in unübertroffener lakonischer Schärfe von Fickzellen mit Fernheizung.

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Die spannungsvollen Fügungen
der Frau Zigzag.

Zur Kunst von Joung-en Huh.

Joung-en Huh: Frau Zigzag. Holz, Tafelfarbe, Acrylfarbe, 1000x400x330 cm "trendwände 09" kunstraum düsseldorf, 2009, #1

“Sie verstehen nicht, wie einander Entgegengespanntes mit sich selbst übereinstimmt:
eine wider sich selbst gewendete Harmonie, wie beim Bogen und der Leier.”
(Heraklit, Frag. 51)

Rauminstallationen und Bildobjekte von Joung-en Huh entstehen, nicht immer synchron, im Zuge eines umfassenden dialektischen Prozesses. Sie sind – ungeachtet der ihnen gemeinsamen klaren geometrischen Formensprache – polar aufeinander bezogene, aber eigenständige Ergebnisse der Auseinandersetzung mit spezifischen Themenkomplexen, die – ebenso rational wie intuitiv – um ein Grundthema kreisen.

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