Bühnenarchitektur

Zephir.
Victor Man
verfinstert
die KunstHalle.

Der Maler Victor Man
in der KunstHalle Deutsche Bank.
Nun im Haus der Kunst München
24. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015

Victor Man: The Chandler, 2013 © Courtesy of the artist and Galerie Neu, Berlin / Photo: Mathias Schormann

Seine Malerei kommt aus dem Dunkeln. Wie aus der Zeit gefallene Fragmente hängen die öligen Schinken an den Wänden. Zumeist in monochromen Flächen, aus deren tiefgrauen Schatten sich Gestalten schälen. Figuren wie Marmor, wie aus schimmerndem Stein, voller Schwere des Körperlichen. Ein abgeschlagener Kopf ruht im Schoss einer Frau, in trotz allem lockerem Pinselschlag legen sich Faltenwürfe übereinander. Mit der Ruhe einer neoklassischen Peinture ordnet Victor Man Licht und Schattenmassen zu rhythmischen Tuchlagen, faltet aus den Tiefebenen der Malerei Gebirge aus Stoff auf.

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Sasha Waltz
im ZKM Medienmuseum.

✶ Ausstellungstipp ✶
Karlsruhe, 28. 9. 2013 - 2. 02. 2014

Sasha Waltz. Installationen Objekte Performances
Eine Ausstellung im ZKM | Medienmuseum
„Dido & Aeneas“
Choreographische Oper von Sasha Waltz. Oper Henry Purcell 2005 © Foto: Sebastian Bolesch

In einem erstmaligen Überblick präsentiert das ZKM in Karlsruhe die multidisziplinären Arbeiten von Sasha Waltz aus den letzten fünfzehn Jahren. Während der gesamten Laufzeit finden wöchentlich Performances statt. Voller antiker Referenzen und manieristischer Paraphrasen erprobt Sasha Waltz den Körper als Bildproduzent. Mit traumverlorener Sicherheit artikuliert sie den Moment, in dem skulpturales Volumen in Lebendigkeit übergeht. […]

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John Smith.
The Girl Chewing
Gum. (1976)

Videofundstück.
Ein Kleinod der experimentellen
Avantgarde-Kurzfilme.

Smith_girl

»Even the dog was instructed to piss up a lamp-post.« John Smith John Smith The Girl Chewing Gum von 1976 ist ein Kleinod der experimentellen Avantgarde-Kurzfilms. Zwölf Minuten lang beobachtet der Streifen auf einer scheinbar beliebigen Londoner Straßenkreuzung, wie englische Herren verschiedenen Alters im Trenchcoat, mit Aktentasche, mit Zeitung, mit oder ohne Hut, wie Frauen […]

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Anish Kapoor
in Berlin.

Symphony for a Beloved Sun.

Anish Kapoor: Symphony for a Beloved Sun, 2013 / Mixed media / Dimensions variable / Installation view: Martin-Gropius-Bau, 2013 / Photo: Jens Ziehe. Courtesy the artist. © Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn, 2013

Ein Essay über Anish Kapoor anläßlich der Ausstellung Kapoor in Berlin im Martin-Gropius-Bau | Berlin (18.05. – 24.11.2013)

Schon 2009 überwältigte Anish Kapoor sein Publikum mit dem Auftragswerk Memory für das Deutsche Guggenheim Berlin, in dem sich Skulptur, Industriekörper und architektonische Konstruktion in ein begehbares Ensemble von tonnenschwerer Leichtigkeit zusammengefügt fanden. Erinnerung, das wurde angesichts des eiförmig-rostigen Mahnmals körperlich und räumlich erfahrbar, bedeutet weitaus mehr als technokratische Datenspeicherung oder transparente Sichtbarkeit institutionalisierter Gedächtnisleistungen. Kapoor gewährte dem Besucher Einblick in die verborgene Seite der Erinnerung und in die unendliche, dunkle Tiefe inwendiger Erfahrung. Nun ist Kapoor zurück in Berlin und beschert dem Martin-Gropius-Bau eine aufwendige skulpturale Inszenierung mit rund 70 Arbeiten.

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