Ekel

Das Selbst als Puppe,
Panzer & Plagiat.

Über Cindy Sherman.
Werke aus der Sammlung Olbricht
me Collectors Room Berlin bis 28.8.2016

Cindy Sherman, Untitled # 418, 2004 © Courtesy of the artist and Metro Pictures, New York

Sie wurde als Meisterin der Maskerade und Frau der tausend Gesichter gefeiert. An ihr schieden und scheiden sich noch immer die Geister. Seit mittlerweile über 30 Jahren befasst sich Cindy Sherman in ihren Photographien mit den Bildern und Rollen der Frau in der Gesellschaft. Noch bis zum 28. August 2016 zeigt die Stiftung Olbricht Werke von Cindy Sherman aus der eigenen Sammlung im me Collectors Room Berlin.

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Das weiche Fleisch
der Margarinen.

Über Sonja Alhäuser.

Sonja Alhäuser: Lehnendes Hallo II. Ziehmargarine, beleuchtete Kühlvitrine, 37 x 42 x 80 cm, 2010. Foto: Fabian Georgi

Über Zeugung und Verspeisung von Kunstkörpern in den Arbeiten von Sonja Alhäuser.

In Kühlvitrinen werden sie gelagert: die Butterkörper und Margarinenleiber. Gut, schon beinahe grell ausgeleuchtet hinter Glas. Lehnendes Hallo und Das kleine Willkommen sind ihre Namen. Bezaubernd schön in ihrer buttrigen Nacktheit bleibt ihr gehärtetes Fleisch dem Zugriff und Tastsinn entzogen. Die von Sonja Alhäuser aus dem fettigen Grundnahrungsstoff geformten Geschöpfe sind gefangen in der Blickfalle ihrer Schaukästen. Unbekümmert, teils übermütig und wie trunken von ihrem selbstbezüglichen Spiel toben und tollen sie in barocker Paraphrase durch die Enge der gläsernen Zellen.

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