Figuration

Kunst
des
Verschwindens.

Ein 'kuratierter Raum'
im Kunstnetzwerk Qjubes.

Adele Mills: Person of Interest. Mixed Media

Eine lose Zusammenstellung heterogener Bilder, auf denen nicht nur verfliegende Bewegungen, nicht nur Nachbilder eines dynamischen Geschehens zu sehen sind. Warum wird hier etwas vermeintlich Dargestelltes und Sichtbares dem Zugriff des Blicks entzogen? Alles Materielle hat sich in diffusem, blassem oder vibrierendem Licht verflüchtigt. Sinkt fast ins Nichts ab oder beginnt gerade aus ihm aufzutauchen […]

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Das Passe-Partout der Malerei

Über Pius Fox.

Pius Fox, Eingang, 24 x 17 cm, Öl auf Papier, 2011

Malerei ist keine Selbstverständlichkeit. Und sie ist, obgleich phasenweise von exzentrischen Beschleunigungsversuchen durchzuckt, ein unendlich langsames Medium. Und das nicht allein aufgrund ihres Alters. Anders als die Photographie stellt die Malerei die Simultanität ihrer Bildlichkeit in gedehnten Prozeduren, im vergleichsweise mühsamen Neben- und Übereinandersetzen der Farbe her. Ihr simultanes Bildergebnis ist ein sukzessiv entstandenes; ihre bildgebende Entstehungsgeschichte von vergehender Zeit und verworfenen Absichten durchkreuzt. Sie berichtet, selbst wenn sie es nicht beabsichtigt, es leugnet oder gar gegenteiliges intendiert, immer etwas über den unsichtbar geführten Zusammenhang von Auge, Hand und Geist. Malerei handelt im Raum und auf der Fläche. Und in ihrer Geschichte wurden diese Bezugsgrößen oft produktiv im Angleichungsprozess zwischen Bild und Wirklichkeit vermählt.

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Fenster
zum Dunklen

Steven Black
in der Galerie Alexandra Saheb.

Steven Black: SB 2012.02, Öl auf Leinwand, 110 x 170 cm / Galerie Alexandra Saheb, Berlin

Dicht an dicht hängen die Bilder. Draussen der späte, erste Schnee des Winters. Es ist kalt geworden. Und der Blick aus den großen Scheiben hinaus in den Innenhof verliert sich in der Nacht. Noch wandern nicht allzu viele Besucher durch die hellen Räume. Sie stehen allein, zu zweit, zu dritt. Unterhalten sich, stehen beisammen, schweigen vielleicht. Suchen nach einer Ordnung, nach einem Halt, nach ihrem Platz im Raum. Einige Besucher führen ein zweites Leben auf der Leinwand. Manche vervielfältigen sich sogar in den an den Wänden hängenden Bildinnenräumen. Die Szenen und Sphären durchdringen sich. Messen wir die Welt längst an den Ähnlichkeiten, die sie mit den Bildern hat, wie ein Großmeister der Kunstgeschichte behauptet?

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Aufzeichnungen
aus dem
Friedrichshainer
Gehäuse.

Zu Besuch bei Falk Nordmann.

Falk Nordmann: behau_ptung_sung. schwarze kreide & asche auf papier, 147×112 cm, 2010

In der Zirkulation der Bilder und Zeichen, im Strom der Texte und Symbole ist kein Anfang in Sicht. In immer neuer Gestalt weisen sie hin und her und zeigen ihre Schatten, aus deren derben Flecken der Umriss kommender Zeichnung wuchert. In der Nähe dieser Zeichnung liegen Höhle und Häutung, liegen Gärungsbuchten. Ein wieder und wieder gewendetes Spiel aus Impulsen, Umwegen und Sendungen. In den Hirnrinden und auf dem Papier.

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