Fluxus

Der dicke
Mann ist weg.

Über Videokunst
und den Rest der Welt.

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Ein weitführendes Gespräch von Sven Grünwitzky und Clemens Wilhelm über Videokunst und den Rest der Welt. Es geht um alles. Unter anderem um die Geburtsstunde der Videokunst, visuelle Technologien, Bewusstseinsmaschinen, Ornithologie und schräge Vögel, Medialität, Körper, Krieg, Pornoindustrie und Kunst, Aufmerksamkeitspotenziale, Konsum, Werbung, Fernsehen als Waffe, digitale Revolution, Internet, NSA-Affäre, Wirklichkeitswahrnehmung, Kapitalismus, Öffentlichkeit und Privatsphäre, politische Kunst, DAS DA DRAUSSEN, Mainstreeming, das Neue, Form, Immaterialität, Ortlosigkeit der Bilder, Bewußtsein, Realitätsempfinden, Selfies, Kino, Ästhetizismus, Theorie und Kunst, Malerei und Videokunst, Kunstpräsentation und Betrachter, Glotzen, Beschleunigung, Manipulation, den Dalai Lama und Werner Herzog, Sex und Krieg, Gier und Geld, Fetische, Körperlosigkeit und Humor

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Stimmritze und Schreibmaschine

Henri Chopin bei Supportico Lopez.

Henri Chopin: La Crevette Amoureuse. Ausstellungsansicht © Supportico Lopez, Berlin.

2008 verstarb der französische Pionier der Lautpoesie Henri Chopin. Im gleichen Jahr zog es das von zwei Künstlern und einem Kurator initiierte Galerieprojekt Supportico Lopez von Neapel nach Berlin Kreuzberg. Seit nicht einmal einem Jahr bespielen diese ihre neuen Räumlichkeiten in Schöneberg, wo sie nun den kaum bekannten Körperstimmenforscher in einer großartige Ausstellung präsentieren: als […]

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Das weiche Fleisch
der Margarinen.

Über Sonja Alhäuser.

Sonja Alhäuser: Lehnendes Hallo II. Ziehmargarine, beleuchtete Kühlvitrine, 37 x 42 x 80 cm, 2010. Foto: Fabian Georgi

Über Zeugung und Verspeisung von Kunstkörpern in den Arbeiten von Sonja Alhäuser.

In Kühlvitrinen werden sie gelagert: die Butterkörper und Margarinenleiber. Gut, schon beinahe grell ausgeleuchtet hinter Glas. Lehnendes Hallo und Das kleine Willkommen sind ihre Namen. Bezaubernd schön in ihrer buttrigen Nacktheit bleibt ihr gehärtetes Fleisch dem Zugriff und Tastsinn entzogen. Die von Sonja Alhäuser aus dem fettigen Grundnahrungsstoff geformten Geschöpfe sind gefangen in der Blickfalle ihrer Schaukästen. Unbekümmert, teils übermütig und wie trunken von ihrem selbstbezüglichen Spiel toben und tollen sie in barocker Paraphrase durch die Enge der gläsernen Zellen.

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