Aktfotografie

Carina Linge.
Theatrum mundi.

Galerie Jarmuschek + Partner | Berlin
25. Oktober 2014 - 20. Dezember 2014

Carina Linge: Liebeskrank, 2014, C-Print on Aludibond, 120 x 87 cm

Unter dem Titel “Theatrum Mundi” präsentiert die Galerie Jarmuschek + Partner derzeit eine neue Serie der in Leipzig lebenden Fotografin Carina Linge. Das Welttheater als Zentralmetapher für aller Eitelkeit und Nichtigkeit des Irdischen reicht wie ihr Bildbestand auch mit seinen Wurzeln zurück bis in Renaissance und Barock. Dazu zählt auch ihre offensichtliche Lust, die barocke Kombinatorik aus Sinnlichkeit und Vergänglichkeit zu wiederholen. Es ist eine Fotografie voller bildgeschichtlicher, metaphorischer und allegorischer Anspielungen, die in den Anklängen an historisch Bekanntes aber auch Gefühls-, Sehnsuchts- und Erfahrungsräume für die Seelen der Gegenwart öffnet. – Eine Ausstellung im Rahmen des 6. Monats europäischer Fotografie / Berlin.

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Das nackte IT,
das gibt es nicht.

Bettina Rheims
»Bonkers - A fortnight in London«
Camera Work Berlin (19.9. - 29.11.14)

Bettina Rheims: Georgie Bee wearing her own amazing shoes. Bonkers - A fortnight in London. © Bettina Rheims

Mit dem Fotoband »Chambre Close« wurde die französische Fotografin Bettina Rheims vor über 20 Jahren berühmt. Seitdem gehört sie zu den Klassikern der neueren Aktfotografie und wird in einem Atemzug mit Helmut Newton genannt. Camera Work / Berlin zeigt bis zum 29. November 2014 ihre kürzlich in London entstandene Porträtserie aufreizender It-Girls.

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Der Blick
der Anderen.

5. Europäischer Monat der
Photographie Berlin 2012

CAMERA WORK © Bettina Rheims: Simon K., 2011

Man weiß nicht so recht, was davon zu halten ist. Der europäische Monat der Fotografie bietet eine erschöpfende Fülle an Orten, Fotografen und Bildern, die – soviel soll einfachheitshalber behauptet sein – auch die hochmotiviertesten unter den Fotoliebhabern schon bei den Planungen verzweifeln lassen, alles zu sehen. Umgekehrt ist aber trotz der scheinbar übermächtigen Wucht der Masse sofort klar, dass hier nur mit einem verschwindenden Anteil der fotografischen Bildproduktion zu rechnen ist. Vermutlich kann schon die durchschnittliche bundesrepublikanische Familienfestplatte ein ähnlich beeindruckendes Bildquantum vorweisen, wie das sehr wohl auf Breite setzende Spektrum des diesjährigen Berliner Fotofestivals.

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Die Versuchung liegt hinter den Moden.

Zur erotischen Fotografie
von Jean Pascal Zahn.

Jean Pascal Zahn: Bettina. 2002 © Jean Pascal Zahn

Die streng kalkulierten photographischen Arbeiten von Jean Pascal Zahn entstammen dem Umfeld der Modephotographie. Schon längst haben prominente Kollegen von Richard Avedon über Helmut Newton bis zu Wolfgang Tillmanns oder Terry Richardson die engen ästhetischen Grenzen der ausschließlich kommerziellen Werbephotographie souverän gesprengt. Anders aber als der als subkulturelle Subversion getarnte Heroin Look der Neunziger oder den absurd schrillen Extravaganzen eines David La Chapelle, deren Gesten ästhetischer Revolte in den globalen Bränden eines hypermedialen Konsums aufgingen, setzt Zahn in seinen intimen Kammerspielen hinter den Moden ruhende Augenblicke auschnitthaften Erzählens in Szene.

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