Kulturindustrie

Anish Kapoor
in Berlin.

Symphony for a Beloved Sun.

Anish Kapoor: Symphony for a Beloved Sun, 2013 / Mixed media / Dimensions variable / Installation view: Martin-Gropius-Bau, 2013 / Photo: Jens Ziehe. Courtesy the artist. © Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn, 2013

Ein Essay über Anish Kapoor anläßlich der Ausstellung Kapoor in Berlin im Martin-Gropius-Bau | Berlin (18.05. – 24.11.2013)

Schon 2009 überwältigte Anish Kapoor sein Publikum mit dem Auftragswerk Memory für das Deutsche Guggenheim Berlin, in dem sich Skulptur, Industriekörper und architektonische Konstruktion in ein begehbares Ensemble von tonnenschwerer Leichtigkeit zusammengefügt fanden. Erinnerung, das wurde angesichts des eiförmig-rostigen Mahnmals körperlich und räumlich erfahrbar, bedeutet weitaus mehr als technokratische Datenspeicherung oder transparente Sichtbarkeit institutionalisierter Gedächtnisleistungen. Kapoor gewährte dem Besucher Einblick in die verborgene Seite der Erinnerung und in die unendliche, dunkle Tiefe inwendiger Erfahrung. Nun ist Kapoor zurück in Berlin und beschert dem Martin-Gropius-Bau eine aufwendige skulpturale Inszenierung mit rund 70 Arbeiten.

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Vergiss die Angst!

Occupy & die Wut im Bauch der KunstWerke.
Ein Nachruf auf die 7. Berlin Biennale 2012.

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Schon die letzte, von Kathrin Rhomberg vor zwei Jahren kuratierte Berlin Biennale hatte sich an dem versucht, was draußen wartet. Getragen von einer neugierig gestimmten Sehnsucht nach Wirklichkeit eröffnete dieser tastende Versuch, aus einem als selbstbezüglich vermuteten Kunstsystem herauszutreten, seinerzeit die Frage, ob sich inmitten der Bildmächtigkeit und Bilderfülle, die unsere Medien unablässig produzieren, Wirklichkeit und ein kritischer Blick auf die Verhältnisse, die sie begründen, überhaupt noch herstellen lasse.

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