Raum und Räumlichkeit

nach der Kunst
ist nackte Nacht

(Ein Rückblick auf die Ngorongoro-
Ausstellung / Artist Weekend Berlin)

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ja, ich gestehe, ich bin ein Kunst-Enthusiast, vor allem wenn ich Teil der Kunst werden darf. mich interessiert keine Kunst, die sich vorführt und damit mich als Konsumenten. ich will Anteil haben, ich will nicht nur sie, sondern mich, das Menschentier, verstehen oder vor dem Unverständnis stehen wie Kant vor “gewaltig überhängenden Felsen” oder “dem bestirnten Himmel über mir”. dann habe ich Anteil an ihr, zumindest bilde ich mir das ein: was stark auf mich wirkt, bin ich ja letztlich selbst durch das Kunstwerk hindurch. es spiegelt mich und ich es.

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Hiersein

Verlust des Hierseins.

#002_Hiersein-Diskursformelsetzkasten

Über neue Phänomene oder Epochenwandel wird meist entweder im Modus der Verheißung oder der Verlustklage gesprochen. Sicherlich, erst, wenn etwas verlorengeht, wird es oft richtig wahrgenommen – und: am Neuen ist das Verheißungsvolle das Interessanteste. Oder es macht Angst. Neue Phänomene werden oft einseitig wahrgenommen.

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Just a little push

13 questions for
Francisco Montoya Cázarez
Video Installation "The Spell from Sonora"

francisco-montoya-cazarez-the-spell-from-sonora-video-performance

Video Talks #7: Video Installation “The Spell of Sonora” (Videos “The Cleanse” & “The Perimeter”). A conversation of Clemens Wilhem with the Mexican artist Francisco Montoya Cázarez on radioactivity and magic potions, the ‘back stage’ of our society and how invisible places may become visible and conscious, the memory of material, poetic absurd gestures, absurdity and the conditio humana …

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Der skulpturale Sound der B-Seite.

Michael Sailstorfer
im Haus am Waldsee / Berlin

Michael Sailstorfer: 3 falsche Perser, 2004. Ausstellungsansicht Haus am Waldsee 2014 Berlin, Foto: Bernd Borchardt

In kürzester Zeit ist Michael Sailstorfer – wie man so schön sagt – durchgestartet. Er, seine Ideen und Artefakte sind derart nachgefragt, dass sie selbst zu Raketenbäumen und Sternschnuppen am Kunsthimmel wurden, was diese Arbeiten rückblickend wie verheißungsvolle Paraphrasen des sensationshungrigen kunstbetrieblichen Starkultes aufleuchten lässt. Sailstorfer, gerade einmal Mitte Dreißig, wurde mit Einzelausstellungen in Museen geehrt, in Berlin ist er prominent im Bunker der Sammlung Boros vertreten, seine Galerie Johann König zeigte kürzlich eine seiner Videoarbeiten in ihrer neuen Residenz St. Agnes in Kreuzberg mit geradezu sakralem Gestus. An wem Sailstorfer bisher vorbei gegangen ist, hat nun die Möglichkeit, eine Auswahl seiner Arbeiten im Berliner Haus am Waldsee zu bestaunen.

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Grüne Gläser.
Das Kleist-Projekt.

Zweites Gespräch.

Wolfgang Plöger: Kleist Projekt

Derselbe Ort. Draußen klirrende Kälte. Es hat zwei Tage und zwei Nächte lang stark geschneit. Der Flugbetrieb ist weitestgehend eingestellt. Der Konferenzraum jedoch ist wohltemperiert, die Luft etwas trocken. LAGOS: (Er betritt den Raum mit Mantel, Schal, Mütze und Winterstiefeln, in die er seine Hose gestopft hat. Aus den Profilen seiner Stiefel löst sich nach […]

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