Moderne

Grüne Gläser.
Das Kleist-Projekt.

Zweites Gespräch.

Wolfgang Plöger: Kleist Projekt

Derselbe Ort. Draußen klirrende Kälte. Es hat zwei Tage und zwei Nächte lang stark geschneit. Der Flugbetrieb ist weitestgehend eingestellt. Der Konferenzraum jedoch ist wohltemperiert, die Luft etwas trocken. LAGOS: (Er betritt den Raum mit Mantel, Schal, Mütze und Winterstiefeln, in die er seine Hose gestopft hat. Aus den Profilen seiner Stiefel löst sich nach […]

weiterlesen ...

Katholische Küsse

"Leiblichkeit und Sexualität"
in der Votivkirche / Wien
25. April bis 15. Juni 2014

Anders Krisár: Birth of us (Boy), 2006-07

In der Wiener Votivkirche wurde vergangene Woche die Ausstellung „Leiblichkeit und Sexualität“ von Francesca von Habsburg-Lothringen geb. Thyssen-Bornemisza – ehemaliges Londoner It-Girl, heute Kunstexpertin, Sammlerin und Kuratorin der väterlichen Kunstsammlung – unter dem Ehrenschutz von Bundesminster Ostermeyer und der Schirmherrschaft von Kardinal Schönborn eröffnet. Die vom Verein “Kunstglaube” initiierte Ausstellung präsentiert zeitgenössische Meisterwerke international bekannter Künstler in der einzigartigen Atmosphäre der Votivkirche. Kuratiert von David Rastas und seelsorgerisch begleitet vom Legionär Christi Pater George Elsbett will die Ausstellung den Dialog zwischen zeitgenössischen Kunstwerken von u. a. Damien Hirst, Takashi Murakami, Doug Aitken, Matt Collishaw, Erwin Wurm, Joseph Beuys und der von unserem heiligen polnischen Papst Johannes Paul II. entwickelten ‘Theologie des Leibes’ fördern. Krone, Kunst und Kirche vereint unter dem himmlischen Dach. Ein Kommentar.

weiterlesen ...

Das Passe-Partout der Malerei

Über Pius Fox.

Pius Fox, Eingang, 24 x 17 cm, Öl auf Papier, 2011

Malerei ist keine Selbstverständlichkeit. Und sie ist, obgleich phasenweise von exzentrischen Beschleunigungsversuchen durchzuckt, ein unendlich langsames Medium. Und das nicht allein aufgrund ihres Alters. Anders als die Photographie stellt die Malerei die Simultanität ihrer Bildlichkeit in gedehnten Prozeduren, im vergleichsweise mühsamen Neben- und Übereinandersetzen der Farbe her. Ihr simultanes Bildergebnis ist ein sukzessiv entstandenes; ihre bildgebende Entstehungsgeschichte von vergehender Zeit und verworfenen Absichten durchkreuzt. Sie berichtet, selbst wenn sie es nicht beabsichtigt, es leugnet oder gar gegenteiliges intendiert, immer etwas über den unsichtbar geführten Zusammenhang von Auge, Hand und Geist. Malerei handelt im Raum und auf der Fläche. Und in ihrer Geschichte wurden diese Bezugsgrößen oft produktiv im Angleichungsprozess zwischen Bild und Wirklichkeit vermählt.

weiterlesen ...