Objekt – Objekte

Ich hätte gern
ein Stückchen
Paradies!

Der Berliner Projektraum manière noire
eröffnet neu am Freitag, 19. 12. 2014

manière noire | Berlin

Der Berliner Projektraum / die Druckwerkstatt und Galerie ‘manière noire’ eröffnet im Dezember 2014 neu mit der Ausstellung “I would like a bit of Paradise, please!” von Helen Acosta Iglesias. Wer hätte nicht gerne ein Stückchen Paradies? Am besten ganz für sich allein. Oder wird es vielleicht doch erst so richtig himmlisch, wenn wir das Paradies auch zu teilen verstehen, wie die Sprache, mit der wir – Gott sei Dank – nicht immer im Mund führen, was wir aussprechen.

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Katholische Küsse

"Leiblichkeit und Sexualität"
in der Votivkirche / Wien
25. April bis 15. Juni 2014

Anders Krisár: Birth of us (Boy), 2006-07

In der Wiener Votivkirche wurde vergangene Woche die Ausstellung „Leiblichkeit und Sexualität“ von Francesca von Habsburg-Lothringen geb. Thyssen-Bornemisza – ehemaliges Londoner It-Girl, heute Kunstexpertin, Sammlerin und Kuratorin der väterlichen Kunstsammlung – unter dem Ehrenschutz von Bundesminster Ostermeyer und der Schirmherrschaft von Kardinal Schönborn eröffnet. Die vom Verein “Kunstglaube” initiierte Ausstellung präsentiert zeitgenössische Meisterwerke international bekannter Künstler in der einzigartigen Atmosphäre der Votivkirche. Kuratiert von David Rastas und seelsorgerisch begleitet vom Legionär Christi Pater George Elsbett will die Ausstellung den Dialog zwischen zeitgenössischen Kunstwerken von u. a. Damien Hirst, Takashi Murakami, Doug Aitken, Matt Collishaw, Erwin Wurm, Joseph Beuys und der von unserem heiligen polnischen Papst Johannes Paul II. entwickelten ‘Theologie des Leibes’ fördern. Krone, Kunst und Kirche vereint unter dem himmlischen Dach. Ein Kommentar.

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Reliefteppich
und Lichtspur

Spurensicherung und Archäologie
des Alltags. Die 'Relief-Teppiche'
von Stefanie Pürschler.

Stefanie Pürschler: ArtFair. Relief-Teppich, 200 x 200 cm, 2008 © Stefanie Pürschler

Einige der seriellen Arbeiten Stefanie Pürschlers konvergieren zu einer Archäologie der Alltagswelt, zu einer gegenwartsarchäologischen Sicherung der flüchtigen Spuren und Relikte, die wir alltäglich gedanken- und bewußtlos erzeugen und hinterlassen. Es werden Schichten unserer Wirklichkeit freigelegt, über die wir alltäglich hinweg und durch die wir hindurch leben. – Es entstehen interimistische Welten zwischen Schein und […]

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lens-based
sculpture

Die Veränderung der Skulptur
durch die Fotografie.
AdK Berlin, 24. Januar bis 21. April 2014.

Giuseppe Penone: Geometria nelle mani – 4 aprile, 2004 (Detail) 15 Schwarzweißfotografien, jeweils 36,7 x 27,6 cm Konrad Fischer Galerie, Berlin, Foto © Archivio Penone © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Von Zeit zu Zeit gelingt es der Akademie der Künste herausragende Ausstellungen zu intermedialen künstlerischen Praktiken zu konzipieren. Vor einigen Jahren  beschäftigte sie sich in einer eindrucksvollen Ausstellung mit der Notation als Kalkül und Form in den Künsten. Nun präsentiert sie in den Ausstellungsräumen im Hanseatenweg eine konzentrierte Schau zur neueren Geschichte der Skulptur, die […]

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Jackpotpotlatch!

Benedikt Braun.
Die Superman-Dialektik der Waren-Dinge.

Benedikt Braun: Super Arm, 2011 / © Benedikt Braun und Galerie Eigenheim, Weimar

Benedikt Braun ist ein fucking saint der Gegenkultur im Reich der Klassik. Er treibt sein Unwesen an einem Ort, der wie kaum ein anderer in zwei nationalen Großdichtern verkörpert ist. Auf einer formalästhetisch bescheidenen Fotoarbeit von 2007 posiert BB inmitten einer Schulmädchenklasse unter dem Goethe-Schiller Denkmal vor dem Deutschen Nationaltheater in Weimar: Drei große Deutsche! – einer davon barbäuchig grinsend, umfangen von bildungshungrigen, bildungsresistenten, bildungsgleichgültigen, bildungsunberührten, bildungskontaminierten – in jedem Fall aber zahlreichen und mädchenhaften Bildungsreisenden.

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Tobias Rehberger.
Home and Away
and Outside.

✶ Ausstellungstipp ✶
Schirn Kunsthalle Frankfurt.
21. Februar - 11. Mai 2014

Tobias Rehberger. Home and Away and Outside Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2014 Foto: Norbert Miguletz

“Wenn man die Welt im Vor- und auch im Hinterzimmer ordentlich gestapelt hat, ist es sehr hilfreich, wenn einem beim Umstapeln etwas geholfen wird, möglichst so, daß einem der Bettvorleger zum Tiger wird” (Tobias Rehberger) Die Schirn Frankfurt präsentiert vom 21. Februar bis zum 11. Mai 2014 in einer von Tobias Rehberger aufwendig gestalteten Ausstellungsarchitektur […]

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Herr Slominski
und sein Verkehr
mit Brecht.

Andreas Slominski. Über die Freundschaft.

Andreas Slominski, Ausstellungsansicht Neuer Berliner Kunstverein, 2013 © Neuer Berliner Kunstverein / Jens Ziehe

Frisch gekürt zum Hannah-Höch-Preisträger 2013 stellt Andreas Slominski im Neuen Berliner Kunstverein aus, bezieht sich dabei auf den alten Proletarierrecken Brecht und dilettiert mit einem Berliner Gargagenensemble ganz nebenbei als scheinheiliger Ironiker über ein menschliches Grundthema, das von Seneca bis Montaigne, von Plato bis Derrida vermutlich nicht nur Philosophen bewegt und bewegte: über die Freundschaft. […]

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Wohnwabe
als Photomodell.

Hein Spellmann - hybride Stadtplastik.

Hein Spellmann: Fassade 179, 2012

Das Haus ist eine Maschine zum Wohnen. Neunzig Jahre nachdem Le Corbusier mit dem beiläufig erfolgten Begriffsentwurf der Wohnmaschine die funktionelle Neuordnung urbanen (Über-)Lebens umriß, hat sich seine Wortneuschöpfung zu einer Generalmetapher der Ambivalenz städtischer Funktionalisierungsprozesse verselbständigt. Unüberhörbar scheint uns in diesem Zusammenschluß heute das Entmenschlichte der Apparatur auf. Dagegen ist der euphorische Gestus, wachsendem Wohnraumbedarf mit entschiedener Raumeffizienz und der beschleunigten Mobilisierung des Lebens mit gebauten Utopien zu antworten, abgekühlt, wenn nicht erloschen. Irgendwann war die Utopie mobiler Ortlosigkeit in eine Trostlosigkeit realer Immobilien übergegangen. Alexander Mitscherlich hatte mitten im betonwütigen Wiederaufbau der kriegsbedingt bauflächenreichen Bundesrepublik schon 1965 die Unwirtlichkeit unserer Städte beklagt. Und in Bezug auf den industrialisierten Städtebau des sozialistischen Wohnungsbauprogramms – kurz der Platte – sprach Heiner Müller in unübertroffener lakonischer Schärfe von Fickzellen mit Fernheizung.

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Wucherungen
& Biomorphosen

Ein 'kuratierter Raum'
im Kunstnetzwerk qjubes.

Angelika Arendt: o. T., Modelliermasse, 2011

Eine lockere Zusammenstellung wuchernder Biomorphosen in Zeichnung, Malerei und Skulptur. Eigenwillig-eigengesetzliche Kunstgebilde scheinen sich zu mehren, zu wachsen, zu wuchern – neue Spezies, die ikonotaxonomisch an Wurzelgeflechte, Schwämme, Flechten, Myzele oder Amöben erinnern. Materialisierungen von Sloterdijkschen Schäumen, Deleuzeschen Rhizomen oder Bourriaudschen Radikanten?

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