Rezeptionsästhetik / Betrachter

nach der Kunst
ist nackte Nacht

(Ein Rückblick auf die Ngorongoro-
Ausstellung / Artist Weekend Berlin)

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ja, ich gestehe, ich bin ein Kunst-Enthusiast, vor allem wenn ich Teil der Kunst werden darf. mich interessiert keine Kunst, die sich vorführt und damit mich als Konsumenten. ich will Anteil haben, ich will nicht nur sie, sondern mich, das Menschentier, verstehen oder vor dem Unverständnis stehen wie Kant vor “gewaltig überhängenden Felsen” oder “dem bestirnten Himmel über mir”. dann habe ich Anteil an ihr, zumindest bilde ich mir das ein: was stark auf mich wirkt, bin ich ja letztlich selbst durch das Kunstwerk hindurch. es spiegelt mich und ich es.

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Ich hätte gern
ein Stückchen
Paradies!

Der Berliner Projektraum manière noire
eröffnet neu am Freitag, 19. 12. 2014

manière noire | Berlin

Der Berliner Projektraum / die Druckwerkstatt und Galerie ‘manière noire’ eröffnet im Dezember 2014 neu mit der Ausstellung “I would like a bit of Paradise, please!” von Helen Acosta Iglesias. Wer hätte nicht gerne ein Stückchen Paradies? Am besten ganz für sich allein. Oder wird es vielleicht doch erst so richtig himmlisch, wenn wir das Paradies auch zu teilen verstehen, wie die Sprache, mit der wir – Gott sei Dank – nicht immer im Mund führen, was wir aussprechen.

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Der dicke
Mann ist weg.

Über Videokunst
und den Rest der Welt.

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Ein weitführendes Gespräch von Sven Grünwitzky und Clemens Wilhelm über Videokunst und den Rest der Welt. Es geht um alles. Unter anderem um die Geburtsstunde der Videokunst, visuelle Technologien, Bewusstseinsmaschinen, Ornithologie und schräge Vögel, Medialität, Körper, Krieg, Pornoindustrie und Kunst, Aufmerksamkeitspotenziale, Konsum, Werbung, Fernsehen als Waffe, digitale Revolution, Internet, NSA-Affäre, Wirklichkeitswahrnehmung, Kapitalismus, Öffentlichkeit und Privatsphäre, politische Kunst, DAS DA DRAUSSEN, Mainstreeming, das Neue, Form, Immaterialität, Ortlosigkeit der Bilder, Bewußtsein, Realitätsempfinden, Selfies, Kino, Ästhetizismus, Theorie und Kunst, Malerei und Videokunst, Kunstpräsentation und Betrachter, Glotzen, Beschleunigung, Manipulation, den Dalai Lama und Werner Herzog, Sex und Krieg, Gier und Geld, Fetische, Körperlosigkeit und Humor

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I want to
see them cry.

Video Talks #2.
Julia Charlotte Richter
Promised Land

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I don‘t think I have ever seen a film scene with so many men crying together in one room. How did you get to this image?
An important aspect in my body of work is the prospect of one’s future and the condition of the society one is born into. Each of my videos focusses on a certain social group or peer group. Lately, I was thinking about the financial catastrophes and about the people behind all that. This is one reason why I became interested in the image of business men. The characters in my video are at an age that still allows a lot of growth and development –there is “a lot of future” – and in their careers they might reach much higher positions.

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Six Degrees
of Freedom.

Henry Lagos & Wolfgang Plöger im Dialog.
Vorwort.

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Seit dem Jahr 2004 führten der Kunstkritiker Henry Lagos und der Berliner Künstler Wolfgang Plöger zahlreiche Gespräche, in denen Lagos den Handlungsspielraum des Künstlers auszuloten versucht. Henry Lagos hat die zahlreichen privaten Unterhaltungen, wie er uns erklärte, auf der Grundlage von Tonmitschnitten, Notizen und Gedächtnisprotokollen zu einer dialogisch-künstlerischen Form umgearbeitet und auf 10 Gespräche verdichtet.

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Wohnwabe
als Photomodell.

Hein Spellmann - hybride Stadtplastik.

Hein Spellmann: Fassade 179, 2012

Das Haus ist eine Maschine zum Wohnen. Neunzig Jahre nachdem Le Corbusier mit dem beiläufig erfolgten Begriffsentwurf der Wohnmaschine die funktionelle Neuordnung urbanen (Über-)Lebens umriß, hat sich seine Wortneuschöpfung zu einer Generalmetapher der Ambivalenz städtischer Funktionalisierungsprozesse verselbständigt. Unüberhörbar scheint uns in diesem Zusammenschluß heute das Entmenschlichte der Apparatur auf. Dagegen ist der euphorische Gestus, wachsendem Wohnraumbedarf mit entschiedener Raumeffizienz und der beschleunigten Mobilisierung des Lebens mit gebauten Utopien zu antworten, abgekühlt, wenn nicht erloschen. Irgendwann war die Utopie mobiler Ortlosigkeit in eine Trostlosigkeit realer Immobilien übergegangen. Alexander Mitscherlich hatte mitten im betonwütigen Wiederaufbau der kriegsbedingt bauflächenreichen Bundesrepublik schon 1965 die Unwirtlichkeit unserer Städte beklagt. Und in Bezug auf den industrialisierten Städtebau des sozialistischen Wohnungsbauprogramms – kurz der Platte – sprach Heiner Müller in unübertroffener lakonischer Schärfe von Fickzellen mit Fernheizung.

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