Surrealismus & Surreales

Das Selbst als Puppe,
Panzer & Plagiat.

Über Cindy Sherman.
Werke aus der Sammlung Olbricht
me Collectors Room Berlin bis 28.8.2016

Cindy Sherman, Untitled # 418, 2004 © Courtesy of the artist and Metro Pictures, New York

Sie wurde als Meisterin der Maskerade und Frau der tausend Gesichter gefeiert. An ihr schieden und scheiden sich noch immer die Geister. Seit mittlerweile über 30 Jahren befasst sich Cindy Sherman in ihren Photographien mit den Bildern und Rollen der Frau in der Gesellschaft. Noch bis zum 28. August 2016 zeigt die Stiftung Olbricht Werke von Cindy Sherman aus der eigenen Sammlung im me Collectors Room Berlin.

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Psycho-
Urban-Analyse
(PUA)

Die Stadt auf der Couch.

#001_Pscho-Urban-Analyse-PUA

Psycho-Urban-Analyse (PUA) ist eine experimentelle Aufmerksamkeits- und Verhaltenstechnik des Umherschweifens in der Stadt sowie eine Analysemethode, die das Feld und die Erkenntnisse psychogeographischer Forschung erweitert. Es handelt sich um eine besondere Technik der Stadterkundung, der Begegnung mit ihren Menschen und mit sich selbst – der Begegnung vor allem mit ihrem Unbewussten …

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Zephir.
Victor Man
verfinstert
die KunstHalle.

Der Maler Victor Man
in der KunstHalle Deutsche Bank.
Nun im Haus der Kunst München
24. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015

Victor Man: The Chandler, 2013 © Courtesy of the artist and Galerie Neu, Berlin / Photo: Mathias Schormann

Seine Malerei kommt aus dem Dunkeln. Wie aus der Zeit gefallene Fragmente hängen die öligen Schinken an den Wänden. Zumeist in monochromen Flächen, aus deren tiefgrauen Schatten sich Gestalten schälen. Figuren wie Marmor, wie aus schimmerndem Stein, voller Schwere des Körperlichen. Ein abgeschlagener Kopf ruht im Schoss einer Frau, in trotz allem lockerem Pinselschlag legen sich Faltenwürfe übereinander. Mit der Ruhe einer neoklassischen Peinture ordnet Victor Man Licht und Schattenmassen zu rhythmischen Tuchlagen, faltet aus den Tiefebenen der Malerei Gebirge aus Stoff auf.

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Bad News aus der Potsdamer!

Kristof Kintera bei Jiri Svestka Berlin.

Kristof Kintera: Bad News. Installation View © Balint-Maggyesi und Courtesy Jiri Svestka | Berlin

Ein Essay zum Berliner Kunsthotspot Potsdamer Strasse und zur sarkastisch-subversiven Kunst des Tschechen Kristof Kintera.

Als vor drei Wochen das Premierenpublikum des Gallery Weekends durch den vielleicht aufregendsten Berliner Kunsthotspot mit seinen zahllosen galeristischen Neuansiedlungen rund um die Potsdamer Straße schob, konnte man wieder einmal die abstrusen Seiten der Kunstwirtschaft inmitten eines ungehemmt exhibitionistisch provozierten Clash of Civilisation bestaunen. Was, um der Götter willen, mögen sich Ansässige im Stillen gefragt haben, zog all diese sozio-urbanen Sonderformen symbolaffiner Kosmo- und Metropoliten; all die Bobos, Kunstyuppies und Kulturhipster magnetisch an diesen unwirtlichen Ort zwischen Varieté Wintergarten, Woolworth und LSD (Love, Sex and Dreams)?

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