Triebkräfte der Phantasie

Paperworlds.

Kinder- und Jugendzeichnungen
zeitgenössischer Künstler.
me Collectors Room Berlin 21.01. - 6. 04. 2014.

Michael Kunze (*1961), D, Perry Phodan Weltraumkampf, 1972, 11 Jahre/years, Bleistift, Buntstift, Filzstift auf Papier/pencil, crayon, felt pen on paper, 41,5 x 56,5 cm Rückseitig vom Künstler beschriftet/inscribed on the back by the artist: „Michael Kunze 11 Jahre, Perry Phodan Weltraumkampf“, Courtesy Michael Kunze

✶ Ausstellungstipp ✶ “Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.” Pablo Picasso Auf der Suche nach starken und unmittelbaren Bildimpulsen, ursprünglicher Kreativität und Direktheit des visuellen Ausdrucks zeigte sich die Avantgarde schon Anfang des Jahrhunderts von der Kreativität des Kindes fasziniert. Chagall, Klee, Picasso nutzten neben der […]

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Bad News aus der Potsdamer!

Kristof Kintera bei Jiri Svestka Berlin.

Kristof Kintera: Bad News. Installation View © Balint-Maggyesi und Courtesy Jiri Svestka | Berlin

Ein Essay zum Berliner Kunsthotspot Potsdamer Strasse und zur sarkastisch-subversiven Kunst des Tschechen Kristof Kintera.

Als vor drei Wochen das Premierenpublikum des Gallery Weekends durch den vielleicht aufregendsten Berliner Kunsthotspot mit seinen zahllosen galeristischen Neuansiedlungen rund um die Potsdamer Straße schob, konnte man wieder einmal die abstrusen Seiten der Kunstwirtschaft inmitten eines ungehemmt exhibitionistisch provozierten Clash of Civilisation bestaunen. Was, um der Götter willen, mögen sich Ansässige im Stillen gefragt haben, zog all diese sozio-urbanen Sonderformen symbolaffiner Kosmo- und Metropoliten; all die Bobos, Kunstyuppies und Kulturhipster magnetisch an diesen unwirtlichen Ort zwischen Varieté Wintergarten, Woolworth und LSD (Love, Sex and Dreams)?

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Die Plastizität
des eingefrorenen
Augenblicks.

Martin Honert im Hamburger Bahnhof.

„Martin Honert. Kinderkreuzzug“, Installationsansicht Hamburger Bahnhof, 2012 mit den Werken Star, 1992, und Feuer, 1992 © VG Bild-Kunst, Bonn 2012 Foto: David von Becker Courtesy Johnen Galerie, Berlin und Matthew Marks Gallery, New York

Ein Essay zu Martin Honert anläßlich der Ausstellung “Martin Honert. Kinderkreuzzug” im Hamburger Bahnhof | Berlin (7. Oktober 2012 bis 7. April 2013).

Das Kind begeistert die Welt. Mal verzaubert, ein anderes Mal verängstigt ist es ganz und gar in sie eingetaucht, unauflöslich mit ihr verbunden. Es steht in einem Zauberkreis, in dem die Trennschärfen der Rationalität ihr Werk noch nicht begonnen haben. Seine Welt ist voller Offenheit gegenüber dem unhinterfragt Tatsächlichen, prall an alltäglicher Absurdität und magischen Gewohnheiten. Eine unfertige Welt voller Sensationen des Augenblicks, voller Rätselhaftigkeit und Staunen, voller nomadischer Einbildungskraft. Selbst noch das Paradoxeste ist die kindliche Imagination stets bereit als das Gegebene anzunehmen, um daraus im nächsten Moment eine neue Welt zu formen.Doch was bleibt von diesen imaginativen Fähigkeiten des Kindes, wenn es nicht mehr Kind ist?

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Vergiss die Angst!

Occupy & die Wut im Bauch der KunstWerke.
Ein Nachruf auf die 7. Berlin Biennale 2012.

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Schon die letzte, von Kathrin Rhomberg vor zwei Jahren kuratierte Berlin Biennale hatte sich an dem versucht, was draußen wartet. Getragen von einer neugierig gestimmten Sehnsucht nach Wirklichkeit eröffnete dieser tastende Versuch, aus einem als selbstbezüglich vermuteten Kunstsystem herauszutreten, seinerzeit die Frage, ob sich inmitten der Bildmächtigkeit und Bilderfülle, die unsere Medien unablässig produzieren, Wirklichkeit und ein kritischer Blick auf die Verhältnisse, die sie begründen, überhaupt noch herstellen lasse.

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