Utopie

Psycho-
Urban-Analyse
(PUA)

Die Stadt auf der Couch.

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Psycho-Urban-Analyse (PUA) ist eine experimentelle Aufmerksamkeits- und Verhaltenstechnik des Umherschweifens in der Stadt sowie eine Analysemethode, die das Feld und die Erkenntnisse psychogeographischer Forschung erweitert. Es handelt sich um eine besondere Technik der Stadterkundung, der Begegnung mit ihren Menschen und mit sich selbst – der Begegnung vor allem mit ihrem Unbewussten …

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Der dicke
Mann ist weg.

Über Videokunst
und den Rest der Welt.

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Ein weitführendes Gespräch von Sven Grünwitzky und Clemens Wilhelm über Videokunst und den Rest der Welt. Es geht um alles. Unter anderem um die Geburtsstunde der Videokunst, visuelle Technologien, Bewusstseinsmaschinen, Ornithologie und schräge Vögel, Medialität, Körper, Krieg, Pornoindustrie und Kunst, Aufmerksamkeitspotenziale, Konsum, Werbung, Fernsehen als Waffe, digitale Revolution, Internet, NSA-Affäre, Wirklichkeitswahrnehmung, Kapitalismus, Öffentlichkeit und Privatsphäre, politische Kunst, DAS DA DRAUSSEN, Mainstreeming, das Neue, Form, Immaterialität, Ortlosigkeit der Bilder, Bewußtsein, Realitätsempfinden, Selfies, Kino, Ästhetizismus, Theorie und Kunst, Malerei und Videokunst, Kunstpräsentation und Betrachter, Glotzen, Beschleunigung, Manipulation, den Dalai Lama und Werner Herzog, Sex und Krieg, Gier und Geld, Fetische, Körperlosigkeit und Humor

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Wohnwabe
als Photomodell.

Hein Spellmann - hybride Stadtplastik.

Hein Spellmann: Fassade 179, 2012

Das Haus ist eine Maschine zum Wohnen. Neunzig Jahre nachdem Le Corbusier mit dem beiläufig erfolgten Begriffsentwurf der Wohnmaschine die funktionelle Neuordnung urbanen (Über-)Lebens umriß, hat sich seine Wortneuschöpfung zu einer Generalmetapher der Ambivalenz städtischer Funktionalisierungsprozesse verselbständigt. Unüberhörbar scheint uns in diesem Zusammenschluß heute das Entmenschlichte der Apparatur auf. Dagegen ist der euphorische Gestus, wachsendem Wohnraumbedarf mit entschiedener Raumeffizienz und der beschleunigten Mobilisierung des Lebens mit gebauten Utopien zu antworten, abgekühlt, wenn nicht erloschen. Irgendwann war die Utopie mobiler Ortlosigkeit in eine Trostlosigkeit realer Immobilien übergegangen. Alexander Mitscherlich hatte mitten im betonwütigen Wiederaufbau der kriegsbedingt bauflächenreichen Bundesrepublik schon 1965 die Unwirtlichkeit unserer Städte beklagt. Und in Bezug auf den industrialisierten Städtebau des sozialistischen Wohnungsbauprogramms – kurz der Platte – sprach Heiner Müller in unübertroffener lakonischer Schärfe von Fickzellen mit Fernheizung.

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Anish Kapoor
in Berlin.

Symphony for a Beloved Sun.

Anish Kapoor: Symphony for a Beloved Sun, 2013 / Mixed media / Dimensions variable / Installation view: Martin-Gropius-Bau, 2013 / Photo: Jens Ziehe. Courtesy the artist. © Anish Kapoor / VG Bildkunst, Bonn, 2013

Ein Essay über Anish Kapoor anläßlich der Ausstellung Kapoor in Berlin im Martin-Gropius-Bau | Berlin (18.05. – 24.11.2013)

Schon 2009 überwältigte Anish Kapoor sein Publikum mit dem Auftragswerk Memory für das Deutsche Guggenheim Berlin, in dem sich Skulptur, Industriekörper und architektonische Konstruktion in ein begehbares Ensemble von tonnenschwerer Leichtigkeit zusammengefügt fanden. Erinnerung, das wurde angesichts des eiförmig-rostigen Mahnmals körperlich und räumlich erfahrbar, bedeutet weitaus mehr als technokratische Datenspeicherung oder transparente Sichtbarkeit institutionalisierter Gedächtnisleistungen. Kapoor gewährte dem Besucher Einblick in die verborgene Seite der Erinnerung und in die unendliche, dunkle Tiefe inwendiger Erfahrung. Nun ist Kapoor zurück in Berlin und beschert dem Martin-Gropius-Bau eine aufwendige skulpturale Inszenierung mit rund 70 Arbeiten.

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