Wahrheit

Der dicke
Mann ist weg.

Über Videokunst
und den Rest der Welt.

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Ein weitführendes Gespräch von Sven Grünwitzky und Clemens Wilhelm über Videokunst und den Rest der Welt. Es geht um alles. Unter anderem um die Geburtsstunde der Videokunst, visuelle Technologien, Bewusstseinsmaschinen, Ornithologie und schräge Vögel, Medialität, Körper, Krieg, Pornoindustrie und Kunst, Aufmerksamkeitspotenziale, Konsum, Werbung, Fernsehen als Waffe, digitale Revolution, Internet, NSA-Affäre, Wirklichkeitswahrnehmung, Kapitalismus, Öffentlichkeit und Privatsphäre, politische Kunst, DAS DA DRAUSSEN, Mainstreeming, das Neue, Form, Immaterialität, Ortlosigkeit der Bilder, Bewußtsein, Realitätsempfinden, Selfies, Kino, Ästhetizismus, Theorie und Kunst, Malerei und Videokunst, Kunstpräsentation und Betrachter, Glotzen, Beschleunigung, Manipulation, den Dalai Lama und Werner Herzog, Sex und Krieg, Gier und Geld, Fetische, Körperlosigkeit und Humor

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Das Passe-Partout der Malerei

Über Pius Fox.

Pius Fox, Eingang, 24 x 17 cm, Öl auf Papier, 2011

Malerei ist keine Selbstverständlichkeit. Und sie ist, obgleich phasenweise von exzentrischen Beschleunigungsversuchen durchzuckt, ein unendlich langsames Medium. Und das nicht allein aufgrund ihres Alters. Anders als die Photographie stellt die Malerei die Simultanität ihrer Bildlichkeit in gedehnten Prozeduren, im vergleichsweise mühsamen Neben- und Übereinandersetzen der Farbe her. Ihr simultanes Bildergebnis ist ein sukzessiv entstandenes; ihre bildgebende Entstehungsgeschichte von vergehender Zeit und verworfenen Absichten durchkreuzt. Sie berichtet, selbst wenn sie es nicht beabsichtigt, es leugnet oder gar gegenteiliges intendiert, immer etwas über den unsichtbar geführten Zusammenhang von Auge, Hand und Geist. Malerei handelt im Raum und auf der Fläche. Und in ihrer Geschichte wurden diese Bezugsgrößen oft produktiv im Angleichungsprozess zwischen Bild und Wirklichkeit vermählt.

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