ONO LUDWIG KÜNSTLER



Kunstwerke - Werkgruppenübersicht


Vertrautes Terrain

Inspiration und zugleich Ausgangspunkt meiner neuen analogen Fotoreihe »Vertrautes Terrain« waren die impressionistischen Gemälde des Malers Claude Monet (bekannt als „Le Jardin à Giverny“ um 1900). Ich versuchte mit meiner analogen Kamera zu malen und dadurch Bilder zu erschaffen, die Traumwelten gleichen und wunderschön sind, aber gleichzeitig vermitteln, wie unecht dies alles ist. Eine Täuschung, auf die sich der Betrachter aber gerne einlässt – eine reale Traumwelt. Durch den Einsatz von Langzeitbelichtung und der daraus resultierenden Bewegungsunschärfe entstehen Bilder, die den impressionistischen Gemälden ähneln. Die Fotografien sind nicht nachträglich am Computer bearbeitet worden, sondern so direkt auf analoges Filmmaterial fotografiert.


Ausblick

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Natur weithin und immer sichtbarer durch menschliche Eingriffe geprägt. Die analoge Fotoserie „Ausblick“ geht der Frage nach, wie richtet sich der Blick auf „Landschaft“, wenn diese stark kulturell geprägt ist und einschneidenden Veränderungen unterliegt?
 Die gezeigten zeitgenössischen Fotografien thematisieren das Verhältnis von Natur und Sichtweise der Natur. Handelt es sich um Naturwirklichkeit, Naturideal oder Naturfiktion? Ono Ludwigs Fotoarbeiten stellen Bezüge zur Malerei der Romantik wie auch das anhaften zur Bild-Geschichte der Fotografie her. Die besondere lyrische Atmosphäre entsteht dabei nicht nur durch die scheinbare Ursprünglichkeit der jeweiligen Landschaftsausschnitte, sondern vor allem durch deren besondere farbliche und verschoben


déjà-vu

Meine analoge Portraitserie „déjà-vu“ zeigt eine durch Langezeitbelichtung ausgelöste zweite Schicht, eine Doppelung der Motive, einen Augenblick in der Bewegung. Durch die Doppelungen und Verschiebungen sind die Portraitierten nicht mehr klar zu erkennen. Ihre Gesichter wirken teilweise diabolisch entstellt und verzerrt und verleihen dadurch dem gesamten Szenario etwas Unwirkliches und Groteskes. Das Surreale potenziert sich durch die Privatheit und Intimität: Die Fotografien zeigen Menschen in Situationen, die erotisch aufgeladen sind, sei es durch ihre Körpersprache oder durch ihre Kleidung. Die Stimmung der Umgebung scheint zufällig, doch ist sie arrangiert, um die träumerischen diffusen Gefühlen der gezeigten Menschen wiederzuspiegeln.